| 1. Jahrzehnt 1934-1943 | ||
| Gründung und Aufbau | ||
| Schon Anfang der Dreißiger Jahre waren es Hans Läuger und sein Vater,
die durch Plakate die Bevölkerung zum Erlernen der Kunst des Handharmonikaspielens aufriefen. Unterrichtet und geprobt wurde daraufhin in kleineren Gruppen im Hause Läuger am Blumenplatz. Am 01. Oktober 1934 fand schließlich die Gründungsversammlung des Harmonika-Orchesters Kandern statt, bei der Initiator Hans Läuger und 17 weitere Aktivmitglieder anwesend waren. Eingetragen wurde der Verein unter dem Namen "Handharmonikaclub Kandern" beim Reichsverband für Volksmusik e.V. Zum ersten Vorsitzenden wurde Adolf Hauert gewählt, die Stabführung oblag Hans Läuger, seine Stellvertretung wurde Jugendausbilderin Annemarie Läuger. Der Mitgliedsbeitrag betrug 1 Reichsmark pro Vierteljahr. |
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| 1. Jahrzehnt 1934-1943 | ||
| Gründung und Aufbau | ||
| Schon zwei Wochen später fand im
vollbesetzten "Kronensaal" in Kandern das erste Konzert statt, bei dem das Orchester und
Solisten das Publikum bereits mit erstaunlichen Leistungen überraschten. Geprobt wurde damals
im Restaurant Koger (heute "Gasthaus Brüderlin"), später in einem Schulsaal in der Ziegelstraße. Während der Aufbaujahre konzertierte der Club nicht nur in Kandern, sondern auch in umliegenden Orten wie Tannenkirch und Egringen und spielte alljährlich am 01. Mai zum Wecken. Viele Spieler mussten dann in den Vorkriegsjahren zur Reichswehr, und durch den 2. Weltkrieg wurde die Vereinstätigkeit nach dem 01. Mai 1939 unterbrochen. |
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| 2. Jahrzehnt 1944-1953 | ||
| Wiederaufbau | ||
| Hauptsächlich durch Initiative von Dirigent
Hans Läuger wurde der Handharmonikaclub im April 1946 – als damals zweiter Verein in Kandern –
wieder ins Leben gerufen. In der Generalversammlung – mit Genehmigung der damaligen Militärregierung (!)
– am 17. Juli 1946 wurden zu Vorstandsmitgliedern gewählt: Ernst Brombacher, Vorsitzender;
Annemarie Läuger, Rechnerin; Adolf Hauert, Schriftführer; und Margrit Hofmann. Der Verein entfaltete eine große Aktivität, und neben Konzerten in Kandern gehörten wiederum Auftritte in Malsburg, Bamlach, Obereggenen, Marzell und Wollbach, das alljährliche Maiwecken, "Bunte Abende", sowie Ständchen und kleinere Ausflüge zum Reigen der Veranstaltungen. Die Musiker boten ihren vielen Zuhörern in den von Sorgen und viel Arbeit geprägten Nachkriegsjahren willkommene Abwechslung und waren überall gern gesehene Gäste. Auch bei Wertungsspielen in Lörrach, Rheinfelden, Weil am Rhein u.a.m. konnte das Orchester sein hohes Können unter Beweis stellen, insbesondere auch bei Festumzügen durch auffallend gute Marschmusik. |
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| 2. Jahrzehnt 1944-1953 | ||
| Wiederaufbau | ||
| Zu jener Zeit zählte der Verein bereits 119
Passiv- und 30 Aktivmitglieder. Zwei Tanzkapellen aus dem Orchester sorgten bei verschiedensten Anlässen
für Tanz- und Unterhaltungsmusik. Musikalische Prominenz aus Trossingen war 1951 und 1953 durch den Pionier und Altmeister Hermann Schittenhelm und 1952 durch den damaligen Akkordeonmeister, langjährigen Leiter des Hohner-Konservatoriums und Dirigent des Seminarorchesters Fritz Dobler zu Gast in Kandern. Am 24.07.1953 wurde der Verein eingetragen ins Vereinsregister des Amtsgerichts Lörrach, erstmals unter dem Namen "HARMONIKA-ORCHESTER KANDERN e.V.", gleichzeitig wurde eine neue Satzung erstellt. |
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| 2. Jahrzehnt 1944-1953 | ||
| Wiederaufbau | ||
| Ein Ereignis besonderer Art, an das sich noch heute manch Kanderner staunend erinnert, war das große Bezirkstreffen und Fest auf dem Blumenplatz in Kandern vom 25.-27. Juli 1953, unter Beteiligung von 23 Erwachsenen-Orchestern, 6 Jugendorchestern, 21 Solisten, sowie dem HOHNER-Orchester Trossingen und dem Mundharmonika-Trio Herold. Verbunden wurde mit jenem Fest das 20-jährige Vereinsjubiläum, unterstützt wurde das HOK damals tatkräftig durch die Stadt Kandern. | ![]() |
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| 3. Jahrzehnt 1954-1963 | ||
| Auszeichnungen | ||
| In den Folgejahren wurden zur Verbesserung und
Bereicherung des Orchester-Klangkörpers das erste Elektronium und weitere Vereinsinstrumente gekauft.
Die alljährlichen Jahreskonzerte – später auch mit Theateraufführungen – wurden Tradition,
Konzerte in den Heilstätten "Luisenheim" in Friedrichsheim, Gartenfeste, Familienabende, Ständchen
für Hochzeitspaare und Spätheimkehrer, Auftritte bei Maifeiern, Festen befreundeter Vereine
und bei Wertungsspielen gehörten zu den Aktivitäten des Orchesters. 1957 wurde Ernst Brombacher in Anerkennung seiner besonderen Verdienste für den Verein als langjähriger Vorsitzender zum Ehrenvorsitzenden ernannt. |
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| 3. Jahrzehnt 1954-1963 | ||
| Auszeichnungen | ||
| Am 12. Juli 1958 wurde dem Harmonika-Orchester anlässlich des 25-jährigen Jubiläums die
GOLDENE MEDAILLE des Deutschen Harmonika-Verbandes überreicht. 1961 erhielt unser Vereinsgründer und Diplom-Akkordeonlehrer Hans Läuger das goldene Dirigentenabzeichen und 3 Jahre später den Ehrentaktstock für sein vielfältiges musikalisches Wirken in der ganzen Region. |
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| 4. Jahrzehnt 1964-1973 | ||
| Aufschwung | ||
| Am Anfang dieses Jahrzehnts stand ein Rückschlag:
wegen vereinsinternen Auseinandersetzungen kam es 1966 zum vorrübergehenden Stillstand, bevor nach
Bemühungen der Bürgermeister Kiefer und schlussendlich Otto Rausch die Vereinsarbeit im März
1967 wieder aufgenommen wurde. Dann aber folgte der Aufschwung: seinen musikalischen Höhepunkt erlebte das Harmonika-Orchester im Jahre 1969 bei den Wertungsspielen in Haltingen, wo es unter Dirigent Hans Läuger mit "Ein Balettabend" von Rudolf Würthner in der Kategorie Oberstufe Bezirksmeister wurde. Einen furiosen Aufschwung in finanzieller Hinsicht bedeutete die Übernahme der Vereinsführung am 21.04.72 durch Hanspeter Brombacher, der noch im selben Jahr das "Erste Kanderner Brezelifest" beim Betriebsgelände der Firma MAYKA initiierte. Bei der Entstehung des Kanderner Budenfestes im Jahre 1973 gehörte man mit zu den Ideengebern und Initiatoren, für den Verein wurden dadurch die Weichen gestellt für die wirtschaftliche Existenzsicherung. |
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| 5. Jahrzehnt 1974-1983 | ||
| Höhepunkte und Wechsel | ||
| Das Jahr 1974 war wohl eines der arbeitsreichsten Vereinsjahre: am 04. Mai feierte das Harmonika-Orchester Kandern sein 40-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert im "Ochsensaal" unter Mitwirkung des damals befreundeten Tessiner Akkordeonorchesters "Complesso Fisarmonicistico Bellinzona" und den Akkordeonsolisten Jean Yves Haefflinger aus Müllhausen (Elsaß) und Gerhard Hummel vom HOK. Im Juli des gleichen Jahres fand das 3. Brezelifest statt – bei dem übrigens jeweils eine Brezelikönigin gewählt wurde – und im September darauf das 2. Chandermer Budefescht, wozu vom Ehrenvorsitzenden Ernst Brombacher und Passivmitglied Karl Martin eine eigene Bude geplant und gebaut wurde. Als quasi Ausgleich wurden wieder Vereinsausflüge durchgeführt und für die treuen Mitglieder fanden neben den wöchentlichen Musikproben auch regelmäßig Kegelabende statt. Die Festeinnahmen ermöglichten es, weitere Vereinsinstrumente und ein neues Schlagzeug zu kaufen. | ![]() |
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| 5. Jahrzehnt 1974-1983 | ||
| Höhepunkte und Wechsel | ||
| Am 22.09.74 wurde Hans Läuger in Würdigung
seiner herausragenden Verdienste als Diplom-Akkordeonlehrer und für seine 40-jährige,
vorbildliche Dirigententätigkeit beim HOK anlässlich des Bezirkstreffens des Deutschen
Harmonikaverbandes durch Bürgermeister Erwin Fünfgeld zum "Städtischen Musikdirektor"
ernannt. Am 22.02.1975 gab’s dann – in jenem Jahrzehnt – den ersten Wechsel: Hanspeter Brombacher übergab nach 3-jähriger, sehr erfolgreicher Vereinsführung sein Amt an Hermann Wieber. Am 01. Juni 1975 belegte die Jugendgruppe unter Annemarie Läuger bei den Wertungsspielen in Neuenburg in der Kategorie Hauptstufe Jugend mit dem Prädikat "ausgezeichnet" den 2. Platz unter sieben Bezirksensembles. |
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| 5. Jahrzehnt 1974-1983 | ||
| Höhepunkte und Wechsel | ||
| In den folgenden Jahren verzichtete man auf die Durchführung der Brezelifeste zugunsten des
jährlichen Budenfests. Neben den üblichen Vereinsaktivitäten wurden auch Helferessen,
Jugendweihnachtsfeiern, Wanderungen und Radtouren veranstaltet. Im Oktober 1979 folgte ein weiterer Wechsel: Hans Läuger musste aus gesundheitlichen Gründen nach 45-jähriger Dirigententätigkeit die Orchesterleitung an unser langjähriges Aktiv- und Vorstandsmitglied Walter Martin abgeben, der zuvor in Trossingen einen Dirigentenlehrgang erfolgreich absolvierte. In Anerkennung seiner besonderen Verdienste für die Harmonikamusik und insbesondere für das Harmonika-Orchester Kandern wurde Hans Läuger am 26.04.1980 zum Ehrendirigenten ernannt und erhielt am 02.05.1981 die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. |
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| 5. Jahrzehnt 1974-1983 | ||
| Höhepunkte und Wechsel | ||
| Am 26. April 1980 wurde der Jugendleiterin Annemarie Läuger die HERMANN-SCHITTENHELM-MEDAILLE verliehen, die damals höchste Auszeichnung seitens des Deutschen Harmonikaverbandes. Frau Annemarie Läuger war es, die seit der Vereinsgründung – bestens qualifiziert durch die spätere, erfolgreiche Ausbildung an der Musikschule Trossingen – systematisch die Jugendgruppen aufbaute und so bis zum 15. Oktober 1992 das Aktivorchester mit Nachwuchsspielern versorgte. Bei den Jahreskonzerten waren die Vorträge der Jungmusiker stets eine willkommene Bereicherung des Programms. Aus ihren Reihen gingen unter anderen die heutigen Diplom-Musiklehrer Gerhard Hummel und Wilhelm von Dungen, sowie Organist, Theologe und Musiker Hans-Frieder Zumkehr und Solist Stefan Irmler hervor. | ![]() |
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| 6. Jahrzehnt 1984-1993 | ||
| Jubiläum - Zuwachs | ||
| Ein Ereignis besonderer Art war die Aufzeichnung
des Südwestfunk-Sendung "Hierzulande: Treffpunkt Kandern" am 14. Januar 1984 in der Kandertalhalle
in Wollbach und vor allem die Sendung dieser Aufnahmen am 08. März 84, die allgemein positiv
beurteilt wurde. Am 30. März 1984 wurde Vorsitzender Hermann Wieber in Anerkennung seiner Verdienste während 9-jähriger Vorstandschaft zum Ehrenmitglied gewählt; er übergab die Vereinsführung an das Aktivmitglied Max Sütterlin, der seit 1975 dem Vorstand bereits als Aktivbeisitzer, Schriftführer und stellvertretender Vorsitzender angehörte. |
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| 6. Jahrzehnt 1984-1993 | ||
| Jubiläum - Zuwachs | ||
| Einstand für die neue Vorstandschaft war die Vorbereitung und Durchführung des großen Jubiläumfestes zum 50-jährigen Vereinsbestehen am 20. und 21. Oktober 1984, bei dem neben den eigenen Orchestern Solist Jean-Yves-Haeflinger (Elsaß), Stadtmusik und Männergesangverein Kandern, sowie sieben befreundete und benachbarte Akkordeon-Orchester zum Gelingen in der jeweils voll besetzten Kandertalhalle in Kandern-Wollbach beitrugen. Herausragende Ehrung war an jenem Fest die Verleihung der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg an Annemarie Läuger und die langjährige HO-Schatzmeisterin Gertrud Rapp, zwei Jahre später erhielt diese hohe Auszeichnung Werner Rist für sein vorbildliches Wirken im Orchester und in der Vorstandschaft seit 1948. | ![]() |
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| 6. Jahrzehnt 1984-1993 | ||
| Jubiläum - Zuwachs | ||
| Im Juni 1988 wurde – hauptsächlich auf Initiative von den HOK-Ehrenmitgliedern Eugen Bienger und Karlfrieder Schallschmidt das Senioren-Orchester gegründet, als musikalische Leiterin stellte sich Annemarie Läuger zur Verfügung, geprobt wurde damals – wie heute – in den Räumlichkeiten der Arbeiterwohlfahrt in der Ziegelstraße. Die Musikformation verschrieb sich überwiegend der herkömmlichen, meist volkstümlichen Harmonika-Literatur und war bald gern gehörter Klangkörper bei vielseitigen Auftritten und – zusammen mit den sporadisch gebildeten Jugend-Ensembles - eine Bereicherung bei den Jahreskonzerten neben dem bewährten Aktiv-Orchester. | ![]() |
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| 6. Jahrzehnt 1984-1993 | ||
| Jubiläum - Zuwachs | ||
| In den Folgejahren veranstaltete man statt den traditionellen Maiwecken regelmäßig Platzkonzerte – zum Teil mit Feriengastbegrüßung durch die Stadtverwaltung -, die traditionellen Jahreskonzerte und wirkte alljährlich an den "Kanderner Nationalfeiertagen" mit durch die stets gut besuchte Kaffee- und Weinstube. 1992 galt es, die bis dahin in den Händen von Frau Annemarie Läuger liegende Jugendausbildung zu übernehmen und offiziell in Vereinsregie durchzuführen. Als Ausbilder konnte Musikstudent Wilhelm von Dungen aus Kandern gewonnen werden, vom Verein wurde der Bestand an Leihinstrumenten erheblich vergrößert. | ![]() |
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| 7. Jahrzehnt 1994-2003 | ||
| Kontinuität - Neues | ||
| Aus Anlaß des 60. Vereinsgeburtstages hatte
man zum Jahreskonzert am 26. März 1994 das Hohner Traditions-Orchester aus Trossingen zu Gast
und konnte in der randvoll besetzten Kandertalhalle in Wollbach mit exzellenten Vorträgen einen
großen Erfolg verzeichnen. Erstmals in der Vereinsgeschichte wurde am 22. Oktober 1994 aus
gleichem Anlaß ein Kirchenkonzert durchgeführt in der vollbesetzten Franz-von-Sales-Kirche
in Kandern, bei dem neben Aktivorchester auch Hansfrieder Zumkehr als Solo-Organist glänzte und
Jasmin Martin auf der Yamaha Clavinova. Mit diesem Konzert wurde gleichzeitig die zuvor erworbene,
einheitliche Vereins-Weste mit selbst entworfenem HOK-Emblem eingeweiht. Neuland betrat das Senioren-Orchester im Oktober 1995: am Winzerfest in Schliengen trat es erstmals mit dem Gesangsduo Fritz Jakobi und Gertrud Roser auf, mit dem von Fritz Jakobi und Max Sütterlin komponierten Marschlied "Markgräflerland", das auch beim HOK-Jahreskonzert 1996 aufgeführt wurde und zu einem vollen Publikumserfolg wurde. |
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| 7. Jahrzehnt 1994-2003 | ||
| Kontinuität - Neues | ||
| Ebenfalls neu wurde im gleichen Jahr die
Festbude für’s alljährliche Budenfest: bei Planung, Anschaffung des Materials und schließlich
beim Erstellen waren vor allem die männlichen Aktivmitglieder sehr fleißig – die weiblichen
Musikkameraden kümmerten sich um die Dekoration und Anstrich der Bude sowie um die Versorgung der
HOK-Handwerker an den anstrengenden Bautagen. Für das Vereinsjahr 1998 übernahmen Pamela Wechlin das Amt des 1. Vorsitzenden für den beruflich in Berlin weilenden Max Sütterlin und Thomas Böhler wurde 2. Vorsitzender. Pamela Wechlin wollte aber trotz vielen Überredungsversuchen nicht verlängern, wodurch im Januar 1999 ihr Vorgänger schweren Herzens wieder ihr Nachfolger wurde. |
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| 7. Jahrzehnt 1994-2003 | ||
| Kontinuität - Neues | ||
| Im Jahre 2000 wagte man einen wichtigen Schritt,
in dem man das Jahreskonzert nicht mehr traditionell im "Ochsensaal", sondern im Konzertsaal
der Black Forest Academy durchführte – die Presse berichtete begeistert von über 500
Konzertbesuchern. Motiviert durch diesen Erfolg bei hervorragender Konzertatmosphäre und
Publikumsressonance blieb man bei dieser Regelung. Erfolgreiche Jugendarbeit spiegelte sich wider durch erfolgreiche Teilnahmen von HOK-Jugendlichen an Bezirkswertungsspielen, darunter sogar Bezirksmeistertitel für Stefan Irmler und später für das Duo Jasmin Martin und Heiko Schaufelberger. Im September 2001 wurde der Akkordeonunterricht von Wilhelm von Dungen an Waltraud Sütterlin übergeben, die sich nach einer 2-jährigen Schulung an der Musikschule Steinen-Schopfheim für diese Aufgabe bestens qualifizierte und die abschließende Dirigentenprüfung vor internationaler Prüfungskommission mit Bravour bestand. In den Folgejahren vergrößerte sich die Zahl der Akkordeonschüler/innen auf 25. |
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| 7. Jahrzehnt 1994-2003 | ||
| Kontinuität - Neues | ||
| Hohe Auszeichnungen für verdiente Mitglieder
gab es auch in diesem Jahrzehnt, die höchsten waren dabei silberne DHV-Verdienstnadel für
40-jährige Aktivität für Ingrid Oßwald und Walter Martin (2003), die goldene
Verdienstnadel des DHV an Nelly Läuger (1996) und Gertrud Roser (2004) für 50 Jahre
Aktivmitgliedschaft, sowie die Landesehrennadel von Baden-Württemberg an Max Sütterlin (2000)
für seine Verdienste während 25-jähriger Vorstandstätigkeit, davon 16 Jahre als
1. Vorsitzender. Im Jahre 2003 ergänzte man die Vereinskleidung um einheitliche Damenblusen, Herrenhemden und Fliegen; das Instrumenten-Inventar wurde laufend ausgebaut und erneuert. Von April bis Dezember 2003 konnte Walter Martin seine Dirigententätigkeit krankheitsbedingt nicht ausüben. Die Proben und Auftritte des Aktivorchesters wurden in dieser Zeit von Max Sütterlin musikalisch geleitet, ebenso die ersten Vorbereitungen für das Jahreskonzertprogramm 2004. |
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| 8. Jahrzehnt 2004-2009 | ||
| Wechsel - Bewährtes - Neues | ||
| Den 70. Vereinsgeburtstag feierte man zur Jährung des amtlichen Gründungstages
mit einer gediegenen Feier am 01.10.2004 im voll-besetzten Bürgersaal der Stadt Kandern. Neben den gelungenen Auftritten des Aktiv- und
Senioren-Orchesters hatte man dazu aus Trossingen das bekannte Mundharmonika-Quartett ‚Harmonicamento‘ eingeladen – sehr zur Begeisterung der
Konzertbesucher. Aus diesem Anlass wurde von einigen Vorstandsmitgliedern eine imposante Foto-Ausstellung‚´70 Jahre Harmonika-Orchester Kandern‘
zusammengestellt, die großes Interesse fand, und der 1. Vorsitzende hatte die Chronik des Vereins in sieben Abschnitten/Jahrzehnten neu
aufbereitet. Eine der höchsten Auszeichnungen des Deutschen Harmonikaverbandes hatte man aus Anlass seines 25-jährigen Dirigentenjubiläums für Walter Martin parat: die Volksmusikmedaille. |
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| 8. Jahrzehnt 2004-2009 | ||
| Wechsel - Bewährtes - Neues | ||
| Neben den vielen Auftritten und Aktivitäten der Musikformationen des HOK reiste man im Jahre 2005 in die ‚goldene Stadt Prag‘ zum Internationalen
Akkordeonfestival in der St. Salvator-Kirche, die für alle Teilnehmer zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde. Das Jahr 2006 stand dann ganz im Zeichen des Wechsels, der von der Vorstandschaft jeweils gut vorbereitet wurde: Bei der Jahreshauptversammlung am 20. Januar wurde Max Sütterlin nach 30-jähriger Tätigkeit in der Vorstandschaft - davon 21 Jahre als erster Vorsitzender - verabschiedet und für seine Verdienste und in Anerkennung seines unermüdlichen Wirkens zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Nachfolger wurde sein bisheriger Stellvertreter, Aktivmitglied Thomas Böhler. |
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| 8. Jahrzehnt 2004-2009 | ||
| Wechsel - Bewährtes - Neues | ||
| Beim Jahreskonzert am 01. April erfolgte die Übergabe des Dirigentenstabes von Walter Martin
an Waltraud Sütterlin. Walter Martin, der das Aktivorchester als Nachfolger von Hans Läuger seit dem Oktober 1979 leitete, wurde in einer
würdigenden Laudatio des Ehrenvorsitzenden im Namen des HOK zum Ehrendirigenten ernannt. Sütterlin ließ die Höhepunkte von Walter
Martins über 26-jährigen Dirigats Revue passieren und dankte ihm auch persönlich für sein großartiges Wirken, nicht nur als
Orchesterleiter, sondern auch als Vorstandsmitglied, fleißiger Festhelfer, Berater und Freund. In der folgenden Zeit wurde Bewährtes übernommen, darauf aufgebaut und Neues in Angriff genommen. Musikalisch zog man – vor allem bei den sehr gut besuchten Jahreskonzerten – eine überaus große Zuhörerschar in seinen Bann, pflegte und intensivierte die Jugendarbeit. Dabei erweiterte man die Akkordeonausbildung – quasi als Vorstufe - um eine Melodikagruppe. |
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| 8. Jahrzehnt 2004-2009 | ||
| Wechsel - Bewährtes - Neues | ||
| Außer der üblichen Konzertreihe veranstaltete man am 04. November 2007 ein Kirchenkonzert in der Evangelischen Stadtkirche,
bei dem das Aktivorchester unter Leitung von Waltraud Sütterlin – besonders auch im einmaligen Zusammenspiel von Akkordeon und Kirchenorgel – und
auch der Organist Hansfrieder Zumkehr als Solist begeisterten. Auch mit der ‚Seniorenarbeit‘ im Verein kann man zufrieden sein, weiß doch das Senioren-Orchester auch im 20. Jahr seines Bestehens mit seinen vielfältigen Auftritten stets zu gefallen. Eine besondere Auszeichnung gab es beim Jahreskonzert 2008 für Max Sütterlin: der Vorsitzende des DHV-Bezirks Dreiländerecke, Dietmar Fink, überreichte ihm die Dirigentennadel in Gold für 20 Jahre Orchesterleitung. |
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| 8. Jahrzehnt 2004-2009 | ||
| Wechsel - Bewährtes - Neues | ||
| Neuland betrat man auch 2008 mit einer Konzertreise aus Anlass des 90. Geburtstags des befreundeten
Spielmannszugs nach Dorsten-Holsterhausen, wo man nicht nur durch die musikalische Umrahmung des Festgottesdienstes, sondern auch beim Frühschoppenkonzert
überzeugen konnte und beim anschließenden Festumzug sogar noch Werbung machte für das Markgräflerland und für die Stadt Kandern. Auch beim alljährlichen Budenfest schaffte man Neuerungen durch Erweiterung der Angebotspalette um ‚Cappuccino‘ und ‚Latte Macchiato‘. Insgesamt ist man gut gerüstet für das 75-jährige Vereinsjubiläum, hat einen soliden Bestand an Jungmusikern, Aktiv-, Passiv- und Ehrenmitgliedern. Abschließend können wir nur hoffen, dass sich auch in Zukunft immer genügend Idealisten finden und bereit erklären, sich für unsere gemeinsame, gemeinnützige Sache zu engagieren und in ihnen das brennt, das sie in anderen entzünden wollen. |
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